Geschichte

Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Pfalzfeld

1934
Das Gründungsjahr der freiwilligen Feuerwehr Pfalzfeld. Neben Peter Petry, dem ersten Wehrführer, sind zahlreiche Männer des Ortes maßgeblich am Aufbau der Wehr beteiligt. Nachdem Petry im Gründungsjahr zum Amtsbrandmeister ernannt wurde, tritt Josef Liesenfeld seine Nachfolge als Wehrführer an.

1938
Nach vier Jahren erfolgt die Ablösung der alten hölzernen Wagenspritze, die noch mit Hilfe von Ledereimern an Brandweihern befüllt werden musste. Ersatz bietet eine DKW-Motorspritze, das modernste Löschgerät seiner Zeit. Eine Investition, die zudem der Moral der Truppe bei Folgebränden zu Gute kommt.

1939 bis 1946
Trotz des 2. Weltkriegs und der Tatsache, dass sich nahezu alle Männer im Krieg befinden, wird die Feuerwehr von jungen Burschen des Dorfes weitergeführt und kann so auch weiterhin Brände bekämpfen. Die neun Mann starke Wehr wird zu dieser Zeit von Josef Liesenfeld und Jakob Fondel geleitet.

1948
Der aus der Gefangenschaft zurückgekehrte Wilhelm Papst übernimmt wieder die alleinige Wehrführerschaft. Jakob Fondel löste Peter Petry als Amtsbrandmeister ab, während Josef Liesenfeld von seinem Amt zurücktritt.

1954
Anton Wagner folgt als Amtsbrandmeister des Amtes Pfalzfeld auf Jakob Fondel. Anton Wagner, der aus Lingerhahn stammt, machte sich schon bald als „Lingere Toni“ einen Namen.

1956
Nach 18 Jahren im Einsatz hat die DKW-Motorspritze ihren Dienst getan und wird entsorgt. Die Lücke füllt das erste Feuerwehrauto des Amtes Pfalzfeld mit Standort Pfalzfeld. Es handelt sich um einen Opel Blitz mit TS 8/8 und Vorderpumpe. Der "Blitz" ist der ganze Stolz und bewährt sich vorzüglich bei zahlreichen Einsätzen.

1962
Wilhelm Pabst tritt aus Altersgründen zurück. Willi Liesenfeld wird sein Nachfolger.

1964
Willi Liesenfeld legt sein Amt nieder. Neuer Wehrführer wird Walter Ries. Amtsbrandmeister Anton Wagner wird wegen besonderer Verdienste um das Feuerwehrwesen durch den Herrn Innenminister Wolters mit dem silbernen Ehrenzeichen am Bande ausgezeichnet.

1966
Das Tanklöschfahrzeug TLF 16/24 wird angeschafft und im Zuge dessen die Brandbekämpfung weiter verbessert.

1967
Die Wehrmänner Willi Liesenfeld, Willi Merg und Alois Vogt werden für 25-jährige aktive Tätigkeit in der Wehr mit dem silbernen Feuerwehrehrenzeichen durch den Landrat des Kreises St. Goar , Herrn Dr. Weiler, geehrt.

1968
Eine große Ehre wird der Pfalzfelder Wehr zuteil, als ihr die Ausrichtung des Kreisfeuerwehrfestes mit Feuerwehrtag des Kreises St. Goar übertragen wird.

1969
Auflösung des Amtes Pfalzfeld. Zusammen mit dem Amt Halsenbach bildet das Amt Pfalzfeld nun die Verbandsgemeinde Emmelshausen. Die Feuerwehr Pfalzfeld, sowie die Wehren aus Emmelshausen und Gondershausen werden zu Stützpunktwehren der Verbandsgemeinde. Die Zuständigkeit abgegeben, tritt Anton Wagner als Amtsbrandmeister zurück. Erster Wehrleiter der Verbandsgemeinde wird Edmund Külzer aus Emmelshausen, später abgelöst durch Josef Schmitz aus Gondershausen. Wehrführer Walter Ries erhält durch den Landrat Dr. Weiler das silberne Feuerwehrehrenzeichen für die 25-jährige aktive Tätigkeit in der Wehr.

1974
Im Juli feiert die Freiwillige Feuerwehr Pfalzfeld zusammen mit den Kameraden der Nachbarwehren ihr 40-jähriges Bestehen. Kamerad Hermann Michel erhält das silberne Feuerwehrehrenzeichen für seine 25-jährige aktive Tätigkeit durch den Landrat Dr. Weiler. Im gleichen Jahr erweitert sich das Einsatzgebiet der Feuerwehr durch die Zuteilung der Abschnitte auf der nun für den Verkehr nutzbaren A61 von der Anschlußstelle (AS) Pfalzfeld bis zur AS Rheinböllen in südlicher Richtung und zwischen AS Pfalzfeld und AS Emmelshausen in nördlicher Richtung. Damit einher ändert sich die Schwerpunkte der Wehr: Retten, Bergen sowie Fahrzeugbrände bilden nun Schwerpunkte der Einsätze.

1976
In diesem Jahr verzeichnet die Wehr insgesamt 36 Einsätze (überwiegend BAB A 61). Schon bald zeigt sich, wie wichtig zusätzliche Investition etwa in eine 250 kg Pulverlöschanhänger, eine Rettungsschere, ein Notstromaggregat und zahlreiche weitere technische Hilfsmittel waren.

1979
Mit einem TSF Ford Transit wurde ein weiteres Fahrzeug angeschafft. Die Wehr verfügte damit über einen Fuhrpark von drei Fahrzeuge und 30 aktive, ausgebildete Wehrmänner.

1980
Die Wehrmänner Günter Dietrich und Alfred Kunz erhalten durch Herrn KFI Josef Mummbauer das silberne Feuerwehrehrenzeichen für 25-jährige aktive Tätigkeit in der Wehr.

1981
Führungswechsel in Wehr und Verbandsgemeinde. Wehrleiter Schmitz tritt wegen Erreichen der Altersgrenze zurück. Wehrführer Walter Ries wird zum Wehrleiter der Verbandsgemeinde Emmelshausen bestellt. Neuer Wehrführer der Feuerwehr Pfalzfeld wird Hermann Josef Boos. Kaum im Amt, sollte im selben Jahr der bis dato schwerste Einsatz auf die Wehr zukommen: Ein Gefahrguttransporter stürzt auf der A61, die Ladung tritt aus. Trotz einiger fehlender Ausrüstungen stellt die Wehr ihre außerordentliche Schlagkraft unter Beweis. Durch den hohen Einsatz aller Beteiligter kann großer Schaden für Mensch und Umwelt vermieden werden. Dennoch zeigt der Einsatz auch die Notwendigkeit weiterer Anschaffungen, weshalb zusätzliche Hilfsmittel zur Verfügung gestellt werden, darunter mit Funk ausgerüstete Säureschutzanzüge.

1983
Die Kameraden Helmut Brück und Rudolf Schnorr werden mit dem silbernen Feuerwehrehrenzeichen für 25-jährige aktive Tätigkeit in der Wehr durch Herrn KFI Josef Mummbauer ausgezeichnet.

1984
Der alte "Blitz" wird ausgemustert und durch ein neues Fahrzeug (Ford Transit) ersetzt. Die Wehr verfügt nun über ein TLF 16/24, ein TSF mit TS 8/8 und einen Gerätewagen. Im August wird das 50-jährige Bestehen gefeiert. Wehrleiter Walter Ries erhält aus der Hand des Herrn Landrat Dr. Jäger das goldene Feuerwehrehrenzeichen für 40-jährige aktive Tätigkeit in der Feuerwehr.

1985
Aus dem Erlös der 50-Jahrfeier wird eine Feuerwehrstandarte angeschafft. Anlässlich der Fahnenweihe wird Hermann Michel das goldene Feuerwehr-Ehrenzeichen durch den Vertreter des Landrates Herrn Jungblut überreicht.

1989
Wehrleiter Walter Ries wird aus Altersgründen in der Mehrzweckhalle in Pfalzfeld unter großer Teilnahme von Feuerwehrkameraden aus der Verbandsgemeinde durch den VG-Bürgermeister Thielen verabschiedet. Zum neuen Wehrleiter wird Herbert Lück – Wehrführer der FF Emmelshausen – ernannt. Stellvertreter wird Hermann J. Boos. Anlässlich der Feier wird Hubert Schweizer und Hermann J. Boos das silberne Feuerwehrehrenzeichen für 25 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr durch den KFI Georg Rheinbay überreicht.

1994
60 Jahre Freiwillige Feuerwehr Pfalzfeld. In Rahmen des Festaktes wird die Jugendfeuerwehr Pfalzfeld gegründet. Ihr gehören Mädchen und Jungen im Alter zwischen 10 und 16 Jahren an. Betreuer der ersten Stunde sind Jugendfeuerwehrwart Michael Krautkrämer sowie Peter Hammes, Axel Fondel, Albert Meiers und Franz Remahne. Landrat Fleck überreicht den Feuerwehrkameraden Helmut Brück und Rudolf Schnorr das goldene Feuerwehrehrenzeichen für 35-jährigen aktiven Feuerwehrdienst. Michael Krautkrämer wird durch VG-Bürgermeister Thielen zum Brandmeister ernannt.

1995
Nach langjährigem Tauziehen wird Ende 1994 endlich der Landeszuschuss zum Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses bewilligt. Der Abriß des alten Gebäudes erfolgt im Juni. Im Juli beginnen die Arbeiten am Neubau. Für die Zeit der Bauphase werden die drei Feuerwehrfahrzeuge in einem gegenüberliegenden Holzschuppen der Gemeinde untergebracht. Das Richtfest findet am 7. Oktober statt.

1996
Am 5. Oktober weiht Innenminister Zuber im Rahmen eines Festaktes das neue Feuerwehrgerätehaus ein. Reinhard Boos und Reinhold Hemb erhalten das silberne Feuerwehrehrenzeichen für 25 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr. Der Jugendfeuerwehr erhält die Jugendfeuerwehrfahne.

1997
Nach kurzer schwerer Krankheit stirbt im September der ehemalige Wehrführer und Wehrleiter Walter Ries. Am 4.10.1997 treffen sich die Jugendfeuerwehren der Verbandsgemeinde Emmelshausen zur jährlichen Abschlussübung an der Grundschule in Pfalzfeld. 1997 absolviert die Feuerwehr Pfalzfeld insgesamt siebzehn Einsätze.

1998
Die Wehr trauert um Kurt Maldaner, der im Mai verstirbt. Rudolf Schnorr wechselt in die Altersabteilung. Die Einsatzwehr rückt 1998 zu 23 Einsätzen aus.

1999
Am 31.10.1999 wird das 1966 in Dienst genommene TLF 16/24 durch ein TLF 16/25 der Firma Schlingmann ersetzt. Gleichzeitig erhalten Hermann-Josef Boos und Hubert Schweitzer für 35-jährige aktive Tätigkeit im Feuerwehrdienst das Goldene Feuerwehrehrenzeichen. 1999 werden insgesamt 22 Einsätze bewältigt.

2000
Im April 2000 stirbt der ehemalige Wehrführer Wilhelm Pabst. Norbert Liesenfeld wird für 25-jährige aktive Tätigkeit im Feuerwehrdienst mit dem Silbernen Feuerwehrehrenzeichen ausgezeichnet. Fridolin Gewehr und Franz Remahne werden zum Löschmeister befördert. Helmut Brück wechselt aus Altersgründen in die Altersabteilung. Insgesamt 24 Einsätze verzeichnet die Wehr in diesem Jahr.

2001
Michael Krautkrämer beendet seine Tätigkeit als Jugendfeuerwehrwart. Ab März 2001 übernimmt Thorsten Weißhaupt das Amt des Jugendfeuerwehrwarts. Weitere Jugendbetreuer: Susanne Meiers und Tim Liesenfeld. Ende des Jahres werden die ersten sechs Funkmelde-Empfänger angeschafft. In diesem Jahr ist bei insgesamt 22 Einsätzen das Können der Wehrleute gefordert.

2002
Am 22.03.2002 wird der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Pfalzfeld gegründet. Zum ersten Vorsitzenden wird Franz Remahne gewählt. Im Juni 2002 stirbt der ehemalige aktive Feuerwehrmann Alfred Kunz. Im September wird die komplette Einsatzwehr mit Funkmeldeempfängern ausgestattet. Volker Henrich wird für 25-jährige aktive Tätigkeit im Feuerwehrdienst mit dem Silbernen Feuerwehrehrenzeichen ausgezeichnet. 2002 rückt die Einsatzwehr zu insgesamt 14 Einsätzen aus.

2003
Im Februar 2003 stirbt überraschend im Alter von 79 Jahren der ehemalige Wehrführer Willi Liesenfeld. Im September findet ein Führungswechsel bei der Freiwilligen Feuerwehr Pfalzfeld statt. Hermann-Josef Boos tritt als Wehrführer und Hubert Schweizer als stellvertretender Wehrführer zurück. Am 4.10.2003 wird Fridolin Gewehr zum neuen Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Pfalzfeld ernannt. Sein Stellvertreter wird Michael Krautkrämer. 2003 wird die Freiwillige Feuerwehr zu insgesamt 23 Einsätzen angefordert.

2004
Im Februar 2004 stirbt der langjährige Feuerwehrkamerad Günter Dietrich. Am 3. und 4. Juli feiert die Wehr ihr 70-jähriges Gründungsjubiläum sowie das 10-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr. Fridolin Gewehr, Lothar Klein und Dietmar Kölzer erhalten für 25-jährige aktive Tätigkeit im Feuerwehrdienst das Silberne Feuerwehrehrenzeichen. Die Einsatzstatistik weist im Jahr 2004 insgesamt 21Einsätze aus.

2005
Reinhold Hemb erhält am 14.02.2005 durch Landrat Bertram Fleck für 35-jährige aktive Tätigkeit im Feuerwehrdienst das Goldene Feuerwehrehrenzeichen. Am 19.02.2005 wird der ehemaliger Wehrführer Hermann-Josef Boos zum Wehrleiter der Verbandsgemeinde Emmelshausen ernannt. Gleichzeitig wird der bisherige Wehrleiter Herbert Lück aus Altersgründen feierlich verabschiedet. Albert Meiers und Dietmar Kölzer treten im Mai aus gesundheitlichen Gründen aus dem aktiven Dienst aus. Aus Altersgründen wechselt Reinhold Hemb ebenfalls im Mai 2005 in die Altersabteilung. Am 17.07.2005 wird der neue Vorausrüstwagen (VRW) im Rahmen einer Feierstunde in Dienst gestellt. Am 7. Oktober findet im Industriegebiet Pfalzfeld die Abschlussübung der Feuerwehren der Verbandsgemeinde Emmelshausen statt. Unter der Führung von Fridolin Gewehr, absolvieren am 16.10.2005 Nils Krautkrämer, Fabian Krautkrämer, Britta Remahne, Lucas Platten, Tim Liesenfeld, Florian Steeg, Christian Moog und Torsten Weißhaupt erfolgreich das Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze. 2005 steigt die Zahl der Einsätze auf 28.

2006
Im Januar 2006 stirbt der langjährige Feuerwehrkamerad (44 Jahre aktiver Dienst) Aloys Vogt im Alter von 82 Jahren. Lothar Klein wechselt im Mai aus gesundheitlichen Gründen in die Altersabteilung. Reinhard Boos erhält am 2. August durch Landrat Bertram Fleck für 35-jährige aktive Tätigkeit im Feuerwehrdienst das Goldene Feuerwehrehrenzeichen. Am 8. Oktober richtet die Freiwillige Feuerwehr Pfalzfeld die Abnahme des Feuerwehrleistungs-abzeichen auf Kreisebene aus. Souverän erarbeitet sich die Gruppe aus dem Vorjahr das Feuerwehrleistungsabzeichen in Silber. Mit 19 Einsätzen 2006 fällt die Zahl der Einsätze gegenüber dem Vorjahr deutlich zurück.

2007
Am 13.01.2007 wird Michael Krautkrämer, nach Rücktritt von Franz Remahne, zum Vorsitzenden des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Pfalzfeld gewählt. Franz Remahne wechselt aus gesundheitlichen Gründen in die Altersabteilung. Günter Morschhäuser und Michael Krautkrämer erhalten für 25-jährige aktive Tätigkeit im Feuerwehrdienst das Silberne Feuerwehrehrenzeichen. Am 05. Juni stirbt der langjährige Feuerwehrkamerad Erwin Stroschein. Am 7.10. erkämpft sich die Leistungsgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Pfalzfeld in St. Goar das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold. Hermann-Josef Boos erhält für besondere Verdienste im Feuerwehrwesen das Silberne Feuerwehrenzeichen am Bande. Mit 30 Einsätzen stellt die Wehr einen „Einsatzrekord“ auf.

2008
Mit Erreichen der Altersgrenze wechselt Hubert Schweizer in die Altersabteilung. Torsten Weißhaupt belegte beim Kreisentscheid Geschicklichkeitsfahren für Feuerwehrfahrzeuge, Klasse C (TLF) den dritten Platz. Auch 2008 blieb es bei der hohen Zahl von 30 Einsätzen.